17 Aug 2026

GGL prüft ADI Predictstreet als ersten lizenzierten Prognosemarkt Europas

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder untersucht Werbeauftritte von ADI Predictstreet in deutschen Medien

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat im August 2026 mit der Untersuchung von ADI Predictstreet begonnen, weil die Plattform als erster lizenzierter Prognosemarkt Europas in Erscheinung getreten ist und ihre Markenauftritte in Fußballübertragungen sowie auf dem Kinderkanal KiKa Fragen zu Werberechten und Teilnahmemöglichkeiten für deutsche Nutzer aufwerfen, während die Plattform gleichzeitig als offizieller Partner der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 fungiert und damit mögliche Präzedenzfälle für die Einordnung von Prognosemärkten unter geltende Glücksspielgesetze schaffen könnte.

Hintergründe der laufenden Prüfung durch die GGL

Experten der Behörde analysieren derzeit die rechtliche Stellung von ADI Predictstreet, da die Plattform erstmals eine Lizenz für Prognosemärkte in Europa erhalten hat und ihre Sichtbarkeit in öffentlichen Sendungen die Frage aufwirft, ob deutsche Bewohner an den angebotenen Märkten teilnehmen dürfen, wobei Beobachter feststellen, dass die regulatorische Einordnung solcher Angebote bisher nicht abschließend geklärt ist und die Prüfung daher auf bestehende Werbebeschränkungen sowie auf die Einhaltung des GlüStV 2021 abzielt.

Die Untersuchung umfasst unter anderem die Überprüfung von Werbeverträgen, die in Fußballübertragungen platziert wurden, und sie berücksichtigt zudem Auftritte auf KiKa, weil dort Inhalte für Minderjährige verbreitet werden, während die Behörde gleichzeitig die technische und organisatorische Struktur der Plattform in den Blick nimmt, um festzustellen, ob die angebotenen Prognosemärkte als Glücksspiel im Sinne des deutschen Rechts gelten.

Werbeauftritte und ihre regulatorischen Konsequenzen

Beobachter haben festgestellt, dass die Markenauftritte von ADI Predictstreet in mehreren Fußballübertragungen sichtbar waren, was die GGL dazu veranlasst hat, die Zulässigkeit solcher Werbemaßnahmen zu prüfen, und gleichzeitig wurde die Präsenz auf KiKa als besonders sensibel eingestuft, weil dort strenge Jugendschutzvorgaben gelten und die Behörde nun klären muss, ob diese Auftritte gegen bestehende Werberichtlinien verstoßen oder ob sie im Rahmen der Lizenzbedingungen erlaubt sind.

Fußballübertragungen mit Werbung von ADI Predictstreet und die Reaktion der GGL

Die Prüfung konzentriert sich auf die Frage, ob deutsche Nutzer legal an den Prognosemärkten teilnehmen können, und sie berücksichtigt dabei die geografische Reichweite der Plattform sowie die technischen Maßnahmen zur Alters- und Wohnsitzverifikation, während Vertreter der GGL betonen, dass noch keine abschließenden Ergebnisse vorliegen und die Untersuchung mehrere Monate in Anspruch nehmen könnte.

Die Partnerschaft mit der FIFA-Weltmeisterschaft 2026

Als offizieller Prognosemarkt-Partner der FIFA für die Weltmeisterschaft 2026 steht ADI Predictstreet im Zentrum internationaler Aufmerksamkeit, und diese Rolle könnte die regulatorische Bewertung in Deutschland zusätzlich beeinflussen, weil die Behörde prüft, ob die internationale Ausrichtung der Plattform mit nationalen Glücksspielvorgaben vereinbar ist und ob daraus neue Klassifizierungsstandards für Prognosemärkte abgeleitet werden können.

Die Zusammenarbeit mit der FIFA wird von der GGL als relevanter Faktor in die laufende Untersuchung einbezogen, und Beobachter weisen darauf hin, dass eine Entscheidung hier weitreichende Folgen für ähnliche Angebote in anderen europäischen Ländern haben könnte, während die Plattform selbst ihre Lizenz als rechtliche Grundlage für die Teilnahme an solchen Großereignissen anführt.

Mögliche Präzedenzwirkung für die Glücksspielregulierung

Die laufende Prüfung durch die GGL könnte als erster Testfall für die Einordnung von Prognosemärkten unter das deutsche Glücksspielrecht dienen, und die Ergebnisse werden mit Spannung erwartet, weil sie Aufschluss darüber geben, ob solche Plattformen zukünftig einer Lizenzpflicht unterliegen oder ob sie als eigenständige Kategorie behandelt werden, wobei die Behörde auch die Werbebeschränkungen und den Spielerschutz in ihre Überlegungen einbezieht.

Vertreter der Bundesländer haben bereits angekündigt, die Entscheidung in ihre laufenden Evaluierungsberichte zum GlüStV 2021 einfließen zu lassen, und sie betonen, dass die Untersuchung von ADI Predictstreet wichtige Hinweise für die künftige Handhabung vergleichbarer Angebote liefern wird, während die Plattform selbst auf ihre Lizenzierung als Nachweis für die Einhaltung regulatorischer Standards verweist.

Schluss

Die Prüfung der GGL zu ADI Predictstreet wird voraussichtlich noch einige Monate andauern, und sie wird die rechtliche Landschaft für Prognosemärkte in Deutschland maßgeblich mitgestalten, während alle Beteiligten auf eine klare Entscheidung warten, die sowohl Werberechte als auch Teilnahmemöglichkeiten für deutsche Nutzer abschließend regelt und gleichzeitig die internationale Partnerschaft mit der FIFA berücksichtigt. Weitere Informationen zur GGL sind auf der offiziellen Seite der Behörde verfügbar.